Latrinen in der Nacht

Latrinen in der Nacht

(Das Gedicht für unseren Baron, der für so manchen Dünnpfiff verantwortlich war)

 

Gewiss, Adel verpflichtet, doch wenn es nicht nobel dichtet,

so mancher, zwar distinguiert, jedoch pikiert, schnell flüchtet.

Denn schon war die Residenz, ach, akut voll Flatulenz,

es ging sozusagen Ruckzuck, da war ein Druck, mit Vehemenz.

Da vernahm des Mondes Blässe donnernd des Rektums Bässe,

und lässig im Schritt, oje, da kam was mit, man fühlte Nässe.

Tja, im Grunde ist man Knechte seiner inneren Mächte,

und setzt man zum Kummer auf den falschen Hummer, sitzt man ganze Nächte.

So lief denn als Aquädukt, verdünnt das Stoffwechsel-Endprodukt,

und das entladende Ergebnis war ein Erlebnis, wie gedruckt.

Und die Moral dieser Dichtung, die liegt in der schieren Gewichtung,

so bleib er ruhig weg vom rettenden Klosett, aber man merke sich die Richtung.

 

 

Thomas L. Baier (2011)


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