Wir verlassen das Auge des Orkans

Das Ende der Fahnenstange ist nun erreicht und die Zeit, in der geschichtsträchtige Ereignisse vom größten Teil der Bevölkerung verdrängt oder nicht wahrgenommen wurden geht zu Ende. Die Welt gerät in Bewegung.

 

Nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 drohte ein sich aus Verschuldung, Finanzwetten und ewigem Wachstumszwang zusammengebrauter Sturm die Finanzmärkte einzureißen. Das Schuldgeldsystem, die kriminelle Basis der Finanzmärkte, das sein Verfallsdatum schon überschritten hatte, schien sein Leben nun endgültig auszuhauchen. Doch entgegen aller Regeln und Gesetze der Wirtschaft brachen die Finanzmärkte nicht zusammen und es schien, als hätte das Schuldgeldsystem noch einmal überlebt. Ein Trugschluss, denn nur der durch nichts zu erschütternde Glaube der bis in die letzten Gehirnzellen manipulierten Bevölkerung an dieses ihr selbst nur unermesslichen Schaden zufügende System und die Gier danach, auch weiterhin von demselben profitieren zu können ließen den Eindruck entstehen, alles sei noch einmal gut gegangen. In Wirklichkeit begann man ein totes Pferd zu reiten.

Knapp acht Jahre sind nun seit damals ins Land gezogen und der aus Verschuldung, Finanzwetten und ewigem Wachstumszwang zusammengebraute Sturm hat sich zu einem Orkan mit noch niemals gemessener Stärke entwickelt. Dass dieser Orkan bisher nur sehr wenig Schaden verursachte liegt daran, dass es den Profiteuren des Schuldgeldsystems gelang, die Welt in das Auge des Orkans zu manövrieren und der Bevölkerung den Blick auf das tote Pferd mit frisch gedrucktem Geld zu vermauern. Ins Auge des Orkans wurde die Welt nur deshalb manövriert, weil diese Profiteure noch Zeit benötigten um einen Neustart des Systems in ihrem Sinne vorzubereiten. Zeit, um unzählige Brandherde zu legen die die Welt ins Chaos stürzen werden. Brandherde, die von den eigentlichen Ursachen des kommenden Zusammenbruchs des Schuldgeldsystems ablenken werden.

Diese Zeit ist nun abgelaufen. Die Welt verlässt das Auge des Orkans, dessen Zerstörungskraft in den vergangenen Jahren immens zugenommen hat und der die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird. Wie sich der Weg ins Chaos bis in die Details genau gestalten wird, lässt sich, wie auch der genaue chronologische Ablauf, nicht prognostizieren. Anhand bereits eingetroffener politischer und geostrategischer Ereignisse, vorhandener Daten aus der Wirtschafts- und Finanzwelt und ein wenig Logik, lassen sich aber dennoch verschiedene Szenarien entwerfen, welche die Geschehnisse der nahen Zukunft beschreiben. Welches Szenario eintreffen wird spielt aber eigentlich keine Rolle, denn das Resultat aller Szenarien ist eine ins Chaos gestürzte Welt.

Ein nicht allzu unwahrscheinliches Szenario der nahen Zukunft könnte sich wie folgt abspielen. Der völlig schwachsinnige Versuch der Politik, die maßlose öffentliche Verschuldung durch Sparmaßnahmen in den Bereichen Soziales, Bildung und Infrastruktur in den Griff zu bekommen und die Wirtschaft durch das Beschneiden von Arbeitnehmerrechten anzukurbeln wird zur Ausweitung der wie in Frankreich bereits begonnenen Unruhen führen. Zugleich wird der sich nun wieder verstärkende Zustrom von Migranten, der die Dimensionen des letzten Jahres übertreffen wird, die Unruhen – vor allem in Österreich und Deutschland – befeuern. Das schon jetzt tief gespaltene Europa wird sich mit großen Schritten dem Ausnahmezustand und seiner Auflösung nähern. Ein „Brexit“, eine Wiederholung der Ereignisse der Silvesternacht in Köln oder ein oder mehrere Terroranschläge mit islamistischem Hintergrund werden Europa schneller oder gar abrupt ins Chaos stürzen. (Einen geradezu brillanten Gastbeitrag von Dirk Schmidt zur Situation in Europa können Sie hier auf Tichys Einblick lesen.)

Das entstehende Chaos wird die schon seit längerem weltweit kollabierende Wirtschaft extrem einbrechen lassen. Ein destabilisiertes Europa gepaart mit einer weltweit einbrechenden Wirtschaft wird wiederum die erste systemrelevante Bank - sehr wahrscheinlich die Deutsche Bank - ­und damit auch das globale Finanzsystem zu Fall bringen. Für die Menschheit einer globalisierten Welt wird der Zusammenbruch des Finanzsystems katastrophale Auswirkungen haben. Zudem ist leider auch nicht auszuschließen, dass die USA und ihre Vasallen versuchen werden, die zukünftigen Machtverhältnisse auf diesem Planeten militärisch zu klären.

 

 

Wie schon weiter oben erwähnt, lässt sich nicht vorhersagen wie sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten genau entwickeln wird. Es ist aber egal ob sich ausbreitende chaotische Zustände, eine Zinserhöhung der FED, das Platzen der Bondblase, ein militärischer Konflikt oder etwas gänzlich Unvorhergesehenes den Systemzusammenbruch auslösen wird. Wichtig ist nur, zu erkennen, dass die Welt das Auge des Orkans nun verlässt und schon sehr bald in gewaltige und zerstörerische Turbulenzen geraten wird.

 

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

 

 

 


Kommentare   

 
+2 # Rovcanin Boban 2016-06-01 14:09
Schön wieder von dir zu hören Peter und aus finanzpolitischer Sicht bringt es dein Beitrag auf den Punkt nur, ein sehr großen Teil der Weltbevölkerung stand nie im Auge des Sturm sondern immer im Wind aus Existenzangst, Armut, Krieg, Leid, Vertreibung und vor allem, Unwissenheit was die nächte Zeit bringen wird! Die Körperlich und Geistig übergemästeten Menschen aus der ersten Welt sind weder im Stande noch haben sie den Mut die Dinge bei Namen zu nennen oder gar für Veränderung einzutreten und damit das selbst, durch Gier, Konsum und Gleichgültigkeit erzeugte Leid der Anderen zu lindern. Statt desen jammern sie über zu hohen Preise um ihren verschwenderischen Lebenswandel aufrecht zu halten, eine Mittelschicht wälche für den Rest der Welt wie eine Luxusschicht erscheint, würde verarmen, das Boot Deutschland wäre voll und merken garnicht mehr dass Deutschland die Queen Mary 2 ist die es sich erlaubt min. 40% ihrer hergestellten Lebensmittel über Bord zu schmeisen weil man sonst nichts an der nächsten Überproduktion "Verdienen" würde und, das würde ja wieder die "Mittelschicht" bedrohen.
Nein, eine friedliche Rettung für das selbstgezüchtet Humankapital wird es genau so wenig geben wie es die für die Meisten auf diesem Planeten schon jetzt nicht gibt und, entscheidet selbst, hätten wir sie verdient???
In einer Scheinrealität in der Journalisten seit den 1980ern zu Schauspielern umfunktioniert wurden um uns unseren schwer erarbeitet Wohlstand schön zu reden und die Realität von uns zu halten, in einer Scheinrealität in der die Politiker seit den 1990ern zu Schauspielern umgewandelt wurden um uns die Entscheidungen der Machthaber aus der weltweiten Hochfinanz nahe zu bringen und uns mit Gesetzen vor die Karren spannen auf dem nur noch das berühmte 1% platz findet, in einer Scheinrealität in der Menschen wie du, ich und einige Andere als Verrückt, Spinner, Verschwörungstheore tiker, zu sensiebel, geimpft, zum Lachen uvm. sind, wird und sollte es auch kein Erwachen geben als das welches vor uns steht.
Das wir die Rechnung bezahlen müssen und werden leigt in der Natur der Natur und auch wenn ich das Leid des Krieges, der Gesetzlosigkeit, der Ausbeute aus eigener Erfahrung kenne, habe ich keine Angst davor diese Rechnung zu bezahlen, egal wie hoch sie wird und wie sehr ich in meinem Leben versucht habe es nicht so weit kommen zu lassen.
Die Rechnung wird sehr gewalttätig, leidvoll und bitter aber, sie ist mehr als verdient, gerecht und ohne sie auch kein benötigter Neuanfang!!!!
LG an alle!
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+1 # Lighton 2016-06-01 20:33
Hallo Peter,

auch ich freue mich über Deinen guten Artikel!

Schön, dass Du wieder schreibst.

LG Lighton
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0 # Peter 2016-06-01 23:55
Hallo Boban und Lighton,

danke für eure freundlichen Worte.
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+2 # multiman 2016-06-02 11:22
Hallo Peter,

mir fällt gerade keine angemessene Steigerung von brilliant ein für Dein Bild des Verlassens des Auges des Orkans - oder doch - perfekt.

Noch sind wir mittendrin in der relativ ruhigen Zone, und nur Wenige verstehen die tatsächlichen Kräfte, die für das wirbelnde Chaos um sie herum verantwortlich sind, die Meisten nehmen es gar nicht erst wahr oder vermuten nur "atmosphärische" Störungen infolge beliebiger Ursachen, die sich schon irgendwie und irgendwann ohne größeren Schaden auflösen werden, und ihnen ihr ruhiges Auge erhalten bliebe.

Schade für all die Unschuldigen und Positiven, wenn die Natur mal wieder demonstrieren muss, dass man ihre Gesetze nicht ungestraft brechen kann.

Liebe Grüße an alle!!!
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+1 # Observer 2016-06-03 11:27
Wieso immer wieder erwaehnt wird, dass der Zusammenbruch des Finanzsystems zur absoluten Katastrophe fuehrt ist nicht nachvollziehbar, denn es ist eher Umgekehrt! Ansonsten volle Zustimmung!
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0 # Rovcanin Boban 2016-06-03 19:44
Haha... sehr gut erfasst Observer, nicht das Ende dieses Systems ist das Grauen sondern, darin oder darunter zu leben ist für die meisten Mitmenschen das Grauen schlecht hin.
So sehr wir uns dem Ende dieses alles unerwerfendem Finanzsystem entgegesehnen so sehr wünschen wir uns auch den eigenen Untergang denn, der ist uns beim zerschlagen dieses Systems sicher, der einzige Unterschied zu heute ist dass dieser dann abrupt kommt und nicht schleichend so wie jetzt.
Na, wer ist meiner Meinung wenn ich sage dass ein Ende mit Schrecken besser ist als ein Schrecken ohne Ende??
Der Mensch ist mittlerweilen ein synthetische kunstform des Lebens auf diesem Planeten und ein Zurück zur Natur kann nur von der Natur selbst bewerkstelligt werden und nicht mehr von der Menschheit. Ob und wie die Natur das meistern wird bleibt jeder einzelnen Fantasie überlassen die sich darüber Gedanken macht.
Hier ein meiner Meinung nach guter Artikel über das alles beherschende System welches als das besser zur Natur von den Menschen erschaffen und täglich weiter verwirklicht wird: http://www.annotazioni.de/post/1893
Übrigens, heute wurde gemeldet dass 100.000 Flüchtlinge als 1 Euro Jobber so schnell wie möglich in "Arbeit" gebracht werden sollen weil, jetzt für alle einiger Maßen normalen Menschen festhalten, Arbeit die beste Art der Integration ist!!!
Wenn ich übersetzen darf: "Arbeit macht frei!"
Vom ganzen Herzen wünsche ich mir das die Natur, das Schicksal oder Gott, wer an was auch immer glauben möchte, endlich diesen Herrenrassen- Kriegsverbrecher- Ausbeuter- Politmarionetten in den USA/ EU die Strafe zukommen lässt die sie mehr als verdient haben und den Menschen die erst Vertrieben und dann Ausgebeuet werden sollen die Freiheit wieder gibt!!!!
Jeden Tag auf diesem wunderschönen Planeten schäme ich mehr und mehr ein weißer Europäer zu sein!!!!
Die momnetanen Geschehenisse in Frankreich und Belgien geben mir wenigstens etwas Hoffnung dass das erhoffte Ende diese Zustandes des Lebens auf diesem Paradies von Erde seinen Anfang finden wird.
LG an alle!
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